Per Urteil vom 17.02.2012 (VZR 251/10) hat der Bundesgerichtshof eine neue Regelung getroffen, die Heizkosten in der Jahresgesamtabrechnung bzw. Jahreseinzelabrechnung darzustellen. Hinweis: In Win-CASA entspricht die Jahresgesamtabrechnung der Hausabrechnung (ausgewertet nach Ist-Buchhaltung und Buchungsdatum) und die Jahreseinzelabrechnung entspricht der WEG-Abrechnung.
Hier ein einfaches Beispiel, um das BGH-Urteil besser verstehen zu können:
Im Jahr 2011 wurden Heizkosten (z.B. Öllieferung, Abschlagszahlungen) in Höhe von 5.000,00 EUR gebucht und nur 4.000,00 EUR tatsächlich von den Eigentümern verbraucht.


Was fordert das Urteil?
In der WEG-Einzelabrechnung sollen die verbrauchten Kosten in Höhe von 4.000,00 EUR ausgewiesen und abgerechnet werden, zusätzlich soll aber in der Abrechnung auf die Differenz von 1.000,00 EUR hingewiesen werden. Außerdem soll diese Differenz, falls nicht anders beschlossen, nach Miteigentumsanteilen umgelegt werden. Entscheidend ist hierbei, dass die Darstellung verständlich und nachvollziehbar ist.

Wie wird das Urteil in Win-CASA umgesetzt?

In dem Fenster der Abrechnungsdaten (Eigentümerauswahl für die WEG-Einzelabrechnung) gibt es einen neuen Registerreiter. Darin besteht die Möglichkeit, einen Beschreibungstext (max. 3 Zeilen) einzutragen. Per Option wird dann bestimmt, ob dieser Text in der WEG-Abrechnung unten ausgewiesen werden soll. Zudem wäre es wichtig, dass der Verwalter für dieses Objekt ein neues Ausgabekonto anlegt, um darauf die Differenz umzubuchen und diese z.B. nach MEA umlegen zu lassen.
Tipp: Für die Umbuchung empfehlen wir, in der Buchungs-Maske den Schalter „Konto umbuchen“ zu verwenden.