Korrektur Rücklageanfangsbestand in Win-CASA 2020 (für Kunden früherer Versionen)

Wie schön wäre es, wenn jeder Eigentümer seinen Zahlungspflichten zum korrekten Zeitpunkt nachkäme. Gerade in großen Liegenschaften gibt es oftmals Eigentümer, die entweder übereifrig ihre Hausgelder zahlen oder Eigentümer, die zu spät zahlen.
Nachdem die WEG-Novelle sich klar und deutlich für das sog. Geldflussprinzip positioniert wird eine Auswertung der Zahlungen nach Wertstellungsdatum zunehmend obsolet.
Doch wie kann ich den Wechsel von der bisherigen Rücklageauswertung bis Win-CASA 2018 zu Win-CASA 2020 gut bewerkstelligen, wenn ich von der Sollstellung abweichende Zahlungen erhalten habe? Dieses Thema werden wir an vier Beispielen beleuchten.

Als Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung sollte Ihnen als Anwender bekannt sein, wie sich ab Win-CASA 2020 der Anfangsbestand Soll bzw. Ist zusammensetzt. Auf dieses Wissen baut dieser Beitrag auf. Eine entsprechende Zusammenfassung hierzu finden Sie in unseren Anleitungen auf der Internetseite unter dem Link:

https://www.software24.com/media/pdf/87/ab/0d/C20_Anfangsstand-in-R-cklagenabrechnung-Wie-setzt-er-sich-zusammen.pdf

Szenario 1: In der Liegenschaft gibt es Eigentümer, die ihr Hausgeld zu spät zahlen, auch jahresübergreifend. Wir rechnen nun das Jahr 2019 ab. In der WEG-Jahresabrechnung von 2018 wurden im Soll und im Ist Rücklageendbestände von 3895,87 Euro ausgewiesen. Wir setzen uns als Ziel, den Sollbestand lückenlos fortzuführen.
Als erstes rufen wir uns unter „Abrechnungen“ den Punkt 2 „Daten Rücklageabrechnung“ auf. Wir haben aktuell zwar den Ist-Endbestand aus der Vorjahresabrechnung, diesen brauchen wir jedoch nicht. Aktuell ist unser Sollwert zu hoch.

Daten Rücklageabrechnung

Um mit der Saldenliste gut arbeiten zu können, ermitteln wir nun die Differenz zwischen den Ist- und Soll-Anfangsbeständen. Diese lautet 59,15 Euro.
Nun klicken wir auf die Lupe . Hier öffnet sich nun die Übersicht des passiven Rücklagekontos Nummer 840. Wir rufen uns hier den Schalter „Saldenliste“ auf. Alle Zeiträume wählt das Programm bereits korrekt.

Ist dies geschehen, scrollen wir zunächst ganz nach unten, um die saldierten Beträge einzusehen.

Es ist exakt die Differenz von 59,15 Euro in der Saldenliste aufzufinden. Diese ist daher erklärbar und nachvollziehbar. Eigentümer 1 und 2 verursachen die Differenz zwischen Soll und Ist. Bitte notieren Sie sich exakt den Wert, der als Saldo beim einzelnen Eigentümer aufgeführt wird, auch mit Vorzeichen. In unserem Szenario sind dies -28,00 Euro bei Einheit 1 und -31,15 Euro bei Einheit 2.

Zusatzinformation: Sollte die Differenz zwischen Soll und Ist eine andere sein als hier in der Saldenliste ersichtlich, dann kontaktieren Sie bitte unseren Support. Hier kann es notwendig sein, alte Verrechnungsbuchungen zu überprüfen. Unser Serviceteam leitet Sie durch den Assistenten schnell und kompetent.

Bitte verlassen Sie nun die Saldenliste mit dem Schalter „Zurück“ und die Übersicht des Kontos 840 ebenfalls mit „Zurück“.

Wir wollen einen Soll-Anfangsbestand in Höhe von 3895,87 Euro in der Abrechnung. Um diesen zu erreichen rechnen wir nun den korrekten Ist-Anfangsbestand, der sich nach Buchungsdatum berechnet, aus. Die Rechnung in unserem Beispiel ist 3895,87 Euro – 59,15 Euro = 3836,72 Euro

Nun klicken Sie bitte auf „Anfangsbestand pro Eigentümer“.

Im sich öffnenden Fenster setzen Sie als neuen Anfangsbestand eine „0“ ein und drücken die „Enter“-Taste. Speichern Sie die Anzeige und klicken Sie in der Folgemeldung auf „Ja“. Damit haben wir die Rücklage nun zurückgesetzt. Als Ergebnis bleibt im Soll der Anfangsbestand von 59,15 Euro stehen, der Ist-Anfangsbestand ändert sich auf „0“.

Klicken Sie erneut auf „Anfangsbestand pro Eigentümer“. In das Feld „Neuer Anfangsbestand“ tragen Sie nun den errechneten Ist-Anfangsbestand von 3836,72 Euro ein und bestätigen die Eingabe mit „Enter“. Win-CASA berechnet nun den rechnerischen Anteil am Anfangsbestand.

Ziehen Sie nun bei den säumigen Eigentümern 1 und 2 vom errechneten Wert den Wert aus der Saldenliste ab. In unserem Beispiel ist dies: 613,88 Euro – 28,00 Euro = 585,88 Euro für Einheit 1 und 682,94 Euro – 31,15 Euro = 651,79 Euro für Einheit 2. Beide Werte tragen Sie bei den Einheiten in der Spalte „Betrag-Anfangsbestand“ ein.

Bitte Speichern Sie die Eingabe und klicken in der Folgemeldung auf „Ja“.
Ab diesem Moment stimmt der Soll-Anfangsbestand von 2019 mit dem Soll-Endbestand der Abrechnung 2018 überein. Wir haben das Ziel erreicht.

 

Szenario 2: In der Liegenschaft gibt es eine Eigentümerin, die ihr Hausgeld zu früh zahlt, auch jahresübergreifend. Wir rechnen nun das Jahr 2019 ab. In der WEG-Jahresabrechnung von 2018 wurden im Soll und im Ist Rücklageendbestände von 3895,87 Euro ausgewiesen. Wir setzen uns als Ziel, den Sollbestand lückenlos fortzuführen.
Als erstes rufen wir uns unter „Abrechnungen“ den Punkt 2 „Daten Rücklageabrechnung“ auf. Wir haben aktuell zwar den Ist-Endbestand aus der Vorjahresabrechnung, diesen brauchen wir jedoch nicht. Aktuell ist unser Sollwert zu niedrig.

Um mit der Saldenliste gut arbeiten zu können, ermitteln wir nun die Differenz zwischen den Ist- und Soll-Anfangsbeständen. Diese lautet – 26,08 Euro.
Nun klicken wir auf die Lupe . Hier öffnet sich nun die Übersicht des passiven Rücklagekontos Nummer 840. Wir rufen uns hier den Schalter „Saldenliste“ auf. Alle Zeiträume wählt das Programm bereits korrekt.

Ist dies geschehen, scrollen wir zunächst ganz nach unten, um die saldierten Beträge einzusehen.

Es ist exakt die Differenz von 26,08 Euro in der Saldenliste aufzufinden. Diese ist daher erklärbar und nachvollziehbar. Eigentümerin 3 verursacht die Differenz zwischen Soll und Ist. Bitte notieren Sie sich exakt den Wert, der als Saldo beim einzelnen Eigentümer aufgeführt wird, auch mit Vorzeichen. In unserem Szenario sind dies – 26,08 Euro bei Einheit 3.

Zusatzinformation: Sollte die Differenz zwischen Soll und Ist eine andere sein als hier in der Saldenliste ersichtlich, dann kontaktieren Sie bitte unseren Support. Hier kann es notwendig sein, alte Verrechnungsbuchungen zu überprüfen. Unser Serviceteam leitet Sie durch den Assistenten schnell und kompetent.

Bitte verlassen Sie nun die Saldenliste mit dem Schalter „Zurück“ und die Übersicht des Kontos 840 ebenfalls mit „Zurück“.

Wir wollen einen Soll-Anfangsbestand in Höhe von 3895,87 Euro in der Abrechnung. Um diesen zu erreichen rechnen wir nun den korrekten Ist-Anfangsbestand, der sich nach Buchungsdatum berechnet, aus. Die Rechnung in unserem Beispiel ist 3895,87 Euro – (- 26,08) Euro = 3921,95 Euro

Nun klicken Sie bitte auf „Anfangsbestand pro Eigentümer“.

Im sich öffnenden Fenster setzen Sie als neuen Anfangsbestand eine „0“ ein und drücken die „Enter“-Taste. Speichern Sie die Anzeige und klicken Sie in der Folgemeldung auf „Ja“. Damit haben wir die Rücklage nun zurückgesetzt. Als Ergebnis bleibt im Soll der Anfangsbestand von – 26,08 Euro stehen, der Ist-Anfangsbestand ändert sich auf „0“.

Klicken Sie erneut auf „Anfangsbestand pro Eigentümer“. In das Feld „Neuer Anfangsbestand“ tragen Sie nun den errechneten Ist-Anfangsbestand von 3921,95 Euro ein und bestätigen die Eingabe mit „Enter“. Win-CASA berechnet nun den rechnerischen Anteil am Anfangsbestand.

Addieren Sie nun bei der eifrigen Eigentümerin 3 zum errechneten Wert den Wert aus der Saldenliste hinzu. In unserem Beispiel ist dies: 584,37 Euro + 26,08 Euro = 610,45 Euro für Einheit 3. Diesen Wert tragen Sie bei der Einheit in der Spalte „Betrag-Anfangsbestand“ ein.

Bitte Speichern Sie die Eingabe und klicken in der Folgemeldung auf „Ja“.
Ab diesem Moment stimmt der Soll-Anfangsbestand von 2019 mit dem Soll-Endbestand der Abrechnung 2018 überein. Wir haben das Ziel erreicht.

 

Szenario 3: In der Liegenschaft gibt es sowohl Eigentümer, die ihr Hausgeld zu spät zahlen, als auch Eigentümer, die ihr Hausgeld zu früh zahlen, auch jahresübergreifend. Wir rechnen nun das Jahr 2019 ab. In der WEG-Jahresabrechnung von 2018 wurden im Soll und im Ist Rücklageendbestände von 3895,87 Euro ausgewiesen. Wir setzen uns als Ziel, den Sollbestand lückenlos fortzuführen.
Als erstes rufen wir uns unter „Abrechnungen“ den Punkt 2 „Daten Rücklageabrechnung“ auf. Wir haben aktuell zwar den Ist-Endbestand aus der Vorjahresabrechnung, diesen brauchen wir jedoch nicht. Aktuell ist unser Sollwert zu hoch.

Um mit der Saldenliste gut arbeiten zu können, ermitteln wir nun die Differenz zwischen den Soll- und Ist-Anfangsbeständen. Diese lautet 33,07 Euro.
Nun klicken wir auf die Lupe . Hier öffnet sich nun die Übersicht des passiven Rücklagekontos Nummer 840. Wir rufen uns hier den Schalter „Saldenliste“ auf. Alle Zeiträume wählt das Programm bereits korrekt.

Ist dies geschehen, scrollen wir zunächst ganz nach unten, um die saldierten Beträge einzusehen.

Es ist exakt die Differenz von 33,07 Euro in der Saldenliste aufzufinden. Diese ist daher erklärbar und nachvollziehbar. Eigentümer 1, 2 und 3 verursachen die Differenz zwischen Soll und Ist. Bitte notieren Sie sich exakt den Wert, der als Saldo beim einzelnen Eigentümer aufgeführt wird, auch mit Vorzeichen. In unserem Szenario sind dies -28,00 Euro bei Einheit 1, -31,15 Euro bei Einheit 2 und 26,08 Euro bei Einheit 3.

Zusatzinformation: Sollte die Differenz zwischen Soll und Ist eine andere sein als hier in der Saldenliste ersichtlich, dann kontaktieren Sie bitte unseren Support. Hier kann es notwendig sein, alte Verrechnungsbuchungen zu überprüfen. Unser Serviceteam leitet Sie durch den Assistenten schnell und kompetent.

Bitte verlassen Sie nun die Saldenliste mit dem Schalter „Zurück“ und die Übersicht des Kontos 840 ebenfalls mit „Zurück“.

Wir wollen einen Soll-Anfangsbestand in Höhe von 3895,87 Euro in der Abrechnung. Um diesen zu erreichen rechnen wir nun den korrekten Ist-Anfangsbestand, der sich nach Buchungsdatum berechnet, aus. Die Rechnung in unserem Beispiel ist 3895,87 Euro – 33,07 Euro = 3862,80 Euro

Nun klicken Sie bitte auf „Anfangsbestand pro Eigentümer“.

Im sich öffnenden Fenster setzen Sie als neuen Anfangsbestand eine „0“ ein und drücken die „Enter“-Taste. Speichern Sie die Anzeige und klicken Sie in der Folgemeldung auf „Ja“. Damit haben wir die Rücklage nun zurückgesetzt. Als Ergebnis bleibt im Soll der Anfangsbestand von 33,07 Euro stehen, der Ist-Anfangsbestand ändert sich auf „0“.

Klicken Sie erneut auf „Anfangsbestand pro Eigentümer“. In das Feld „Neuer Anfangsbestand“ tragen Sie nun den errechneten Ist-Anfangsbestand von 3862,80 Euro ein und bestätigen die Eingabe mit „Enter“. Win-CASA berechnet nun den rechnerischen Anteil am Anfangsbestand.

Ziehen Sie nun bei den säumigen Eigentümern 1 und 2 vom errechneten Wert den Wert aus der Saldenliste ab. In unserem Beispiel ist dies: 618,05 Euro – 28,00 Euro = 590,05 Euro für Einheit 1, 687,58 Euro – 31,15 Euro = 656,43 Euro für Einheit 2 und 575,56 Euro + 26,08 Euro = 601,64 Euro. Diese Werte tragen Sie bei den Einheiten in der Spalte „Betrag-Anfangsbestand“ ein.

Bitte Speichern Sie die Eingabe und klicken in der Folgemeldung auf „Ja“.
Ab diesem Moment stimmt der Soll-Anfangsbestand von 2019 mit dem Soll-Endbestand der Abrechnung 2018 überein. Wir haben das Ziel erreicht.

Alles in allem lässt sich folgende Übersicht bilden:

Mit dieser Übersicht im Hinterkopf gelingt der Umschwung von der Auswertung nach Wertstellungsdatum hin zur Auswertung nach Buchungsdatum.
Wir hoffen, Ihnen anhand der drei Szenarien eine Hilfestellung an die Hand geben zu können.

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  1. Zott Christine
    10. August 2021

    Frage: Wie kann die Bezeichnung beim Konto 60110 „Rücklagen“ in „Erhaltungsrücklagen“ geändert werden?

    • Rico Hummel
      16. August 2021

      Guten Morgen Frau Zott,

      vielen Dank für Ihre Nachricht. Die Bezeichnung ändern Sie, indem Sie die Rücklageposition umbenennen. Dies erfolgt unter „Verwaltung“ – „Konten“ – „Rücklagen WEG“ mit dem Schalter „ändern“. Sobald die Bezeichnung der Rücklageposition geändert wurde, ändert sich automatisch das Sollstellungskonto.

      Bei weiteren Fragen stehen wir gerne zur Seite.
      Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Start in die neue Woche!

      Mit freundlichen Grüßen aus Stephanskirchen
      Rico Hummel

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