In einem früheren Blog-Eintrag haben wir auf die Änderungen zu § 35a EStG hingewiesen. Wir haben unsere Hausverwaltungssoftware Win-CASA 7 an die neuen Anforderungen des BMF angepasst. Verwalter können damit sicher sein, dass die Bescheinigung formal und inhaltlich den Erwartungen der Finanzbehörden entspricht.
Wie werden haushaltsnahe Dienstleistungen gebucht?
Nach der Auswahl eines Ausgabekontos in dem Buchen-Fenster wird ein Schalter „§35a“ neben dem Buchungsbetrag angezeigt. Klickt man diesen Schalter, wird das Fenster zur Eingabe von Ausgaben im Sinne des § 35 a angezeigt.
Eingabe von Buchungen zum § 35a in Win-CASA 7
Die neuen Anforderungen für Haushaltsnahe Dienstleistungen (§ 35 a Abs. 2 Satz 1, 1. Halbsatz EStG) und Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen (§ 35a Abs. 2 Satz 2 EStG) haben zwei neue Eingabefelder erforderlich gemacht: Die Angabe des Gesamtbetrags einer Rechnung und die nicht zu berücksichtigenden Materialkosten. Um den Aufwand für den Verwalter möglichst gering zu halten, werden diese Felder nach der Eingabe der Aufwendungen bzw. Arbeitskosten automatisch vorbelegt (Gesamtbetrag = Buchungsbetrag, Materialkosten = Gesamtbetrag abzgl. Aufwendungen/Arbeitskosten). Bestehende Buchungen werden automatisch aktualisiert. Trotzdem sollte der Verwalter sicherheitshalber bestehende Buchungen kontrollieren, bevor er Bescheinigungen für Eigentümer/Bewohner ausdruckt.
Aufgrund dieser Angaben kann eine komplette Bescheinigung für jeden Eigentümer/Bewohner mit wenigen Mausklicks erstellt werden. Hintergrund: Da die Buchung auf einem umlagefähigen Ausgabekonto gebucht wurde, ist der Umlageschlüssel bereits bekannt. Der Anteil des Umlageschlüssels (z.B. Eigentümer Maier, 233 von 1000 Miteigentumsanteilen) wird aus den Stammdaten der Wohnung ausgelesen. Dadurch können die gebuchten § 35a Beträge für das ganze Objekt automatisch auf alle Eigentümer/Bewohner verteilt werden.
Sie sehen hier das Musterformular des BFM:
Muster für eine Bescheinigung § 35a vom BMF
Und hier eine Bescheinigung, die mit der neuesten Version Win-CASA 7 vom 28.11.2007 erstellt wurde:
Bescheinigung § 35a erstellt mit Win-CASA 7
Als Service für den Verwalter und Information für den Eigentümer/Bewohner haben wir eine zusätzliche Spalte mit dem Namen des verwendeten Umlageschlüssels eingefügt (z.B. Miteigentumsanteil, Wohnfläche). In der WEG-Abrechnung oder Nebenkostenabrechnung sind die Anteile ausgewiesen, so dass eine Kontrolle der berechneten Anteile in der Bescheinigung vereinfacht wird. Das erspart Rückfragen an den Verwalter.
Alle Kunden von Win-CASA 7 können wie gewohnt die neueste Version der Software unter www.software24.com/download kostenlos downloaden. Die ältere Programmdatei wird dadurch aktualisiert und das neue Eingabefenster für „Haushaltsnahe Dienstleistungen“ und das neue Formular für die Bescheinigung steht sofort zur Verfügung.
In dem Eingabefenster werden auch Aufwendungen für geringfügig Beschäftigte (Minijobs) eingeblendet. Unseres Wissens ist derzeit die Einbeziehung der Minijobs in den Paragraphen 35a EStG juristisch sauber nicht möglich. Es ist aber denkbar, dass die Minijobs eventuell in Zukunft auch in WEG’s begünstigt sein könnten.
Im BMF-Formular wurde speziell darauf hingewiesen, dass die Entscheidung darüber, welche Positionen berücksichtigt werden können, eindeutig der zuständigen Finanzbehörde obliegt.
Kann die Umsetzung des § 35a in Win-CASA 7 noch verbessert werden? Ihre Kommentare sind willkommen und werden von der Entwicklungsabteilung gelesen. Weiter unten können Sie einen Kommentar eingeben.